Wie sich in den Interviews mit den beiden Heimleitern gezeigt hat, lag der Beweggrund, Yoga in ihrem Senior/innenheim anzubieten, in Hinblick auf die Auswirkungen auf physischer Ebene in unterschiedlichen Bereichen.


So stand in einem Fall die Verbesserung der Mobilität im Vordergrund, während im anderen Fall verstärkt Wert auf die Atmung gelegt werden sollte, da die Beweglichkeit auch im Rahmen eines Turnprogrammes geschult wird.


Grundsätzliche Intention sei es, nach Meinung eines Heimleiters, die Fähig- keiten der Kund/inn/en so lange als möglich zu erhalten, Verbesserungen seien aufgrund der alters-und häufig auch krankheitsbedingten Bewegungsein-schränkung schwierig zu erreichen.


Die Erwartungen seien jedoch bei weitem übertroffen worden, „weil es gab Leute, die nicht mehr aufstehen konnten, die sind beim Herrn Blauensteiner aufgestanden.


Beobachtet wurde, dass die Bewegungen fliessender wurden, die Bewohner/innen allgemein lockerer wurden, dass sie weniger über Rückenschmerzen geklagt hätten und dass sie viele Sachen, die sie nicht mehr machen konnten, wieder tun können.


Der zweite Heimleiter bestätigt, dass die Teilnehmer/innen im Rahmen des Yoga Bewegungen vollziehen, „die man sonst nicht sieht bzw. ihnen auch gar nicht mehr zutraut.“


Angesichts der doch bemerkenswerten Erfolge, die auf die Teilnahme an Zenkido Yoga zurückgeführt werden, beklagen die Heimleiter, dass aufgrund der sehr begrenzten finanziellen Mittel kein intensiveres Training, etwa wöchentlich, angeboten werden kann, denn „es [Zenkido Yoga] ist einfach etwas, was die Kunden von ihrer Bewegung her weiterbringt.“